B202: Grüne wollen Lärmschutz und Verkehrssicherheit verbinden (Pressemitteilung)

Die Grünen Lütjenburg haben die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes für den B202-Abschnitt zwischen Lütjenburg Mitte und der Ausfahrt Hohwacht beantragt. Darin sollen Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung beschlossen werden. Die Erstellung eines solchen Plans unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist durch das Bundes-Immissionsschutzgesetz vorgeschrieben, die Umsetzung wäre bereits im vergangenen Jahr fällig gewesen.

Für die bau- und umweltpolitische Sprecherin der Grünen, Andrea Danker-Isemer, geht der Sinn der Maßnahme über eine bürokratische Notwendigkeit hinaus: „Es bietet sich mit dem Instrument Lärmaktionsplan die Chance, der Forderung nach einem Tempolimit auf diesem Abschnitt Nachdruck zu geben.“ Entsprechende Initiativen der Stadt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sind bisher stets am Veto der Verkehrsaufsicht des Kreises gescheitert.

Laut einer Aufstellung der Verwaltung seien über 200 Menschen direkt von der Lärmbelastung durch den Verkehr betroffen. In erster Linie wollen die Grünen hier Abhilfe schaffen. Mit dem Antrag verbinden sie darüber hinaus die Hoffnung, dass ein Tempolimit auf 70 Stundenkilometer den Unfallschwerpunkt an der Ausfahrt Lütjenburg-Ost entschärfen könnte. Besonders im Sommer sei aufgrund der ortsunkundigen Touristen eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geboten.

Weitere Maßnahmen zur Lärmreduzierung seien vermutlich kaum möglich, so Danker-Isemer. Die Straße sei bereits mit sogenanntem Flüster-Asphalt ausgestattet, Lärmschutzwände würden aufgrund der baulichen Gegebenheiten keinen effektiven Schutz bieten. „Wir hoffen, dass der Kreis nun die Notwendigkeit für die Aufstellung von Tempo-70-Schildern erkennt“,  zeigt sich der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John optimistisch. Die Kosten von rund 1000 Euro seien eine gut angelegte Investition in Lärmschutz für die Anwohnerschaft und Verkehrssicherheit für alle.