Stadtjugendpflege: Grüne wollen „JAZ plus“ (Pressemitteilung)

Die Grünen in Lütjenburg setzen sich für eine Weiterentwicklung des Jugendaktionszentrums zu einem Kompetenzzentrum im Bereich der Familien- und Jugendpolitik ein, das auch als Basis für einen Stadtjugendpfleger dienen könnte. Einen entsprechenden Vorschlag habe man an CDU und SPD herangetragen, so Klaus Giesche, der für die Grünen im Sozialausschuss sitzt.

„Wir wollen damit die beiden Ansätze, Stadtjugendpfleger und JAZ, zu einem sinnvollen Gesamtkonzept verknüpfen“, erläutert Giesche. Dazu müsse man das bisher von der AWO betriebene JAZ in städtische Hand zurückholen und gleichzeitig die Aufgaben erweitern. So sei zum Beispiel dringend eine bessere Koordination mit den Nachmittagsangeboten der weiterführenden Schulen und der Vereine notwendig, auch die Betreuung des Stadtjugendringes wäre nach Ansicht der Grünen bei einem im JAZ ansässigen Stadtjugendpfleger in guten Händen.

Es sei wichtig, dass die Stelle so angelegt sei, dass man „das Ohr nah bei den Jugendlichen“ habe, betont der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John. Ein Verwaltungsposten mit Büro im Rathaus wäre ungeeignet und zu teuer. „Erst in der Kombination aus praktischer Jugendarbeit, koordinierender Tätigkeit und konzeptionellem Vorausdenken macht ein Stadtjugendpfleger Sinn.“ Als Nebeneffekt könnten die Räumlichkeiten des JAZ außerhalb der Betriebsstunden Vereinen, Verbänden und Parteien zur Verfügung gestellt werden.

Über die personelle Ausstattung und den Zeitplan der Umsetzung wollen die Grünen jetzt mit den anderen Fraktionen und der AWO beraten. „Wir haben bereits positive Signale aus den anderen Fraktionen erhalten. Es wäre ein gutes Zeichen, wenn das Konzept mit breiter Unterstützung statt knapper Mehrheit beschlossen wird“, zeigt sich Klaus Giesche hoffnungsvoll. Damit könnte man die seit Jahren schwelenden Konflikte bezüglich des JAZ und eines Stadtjugendpflegers endlich befrieden.