Personalwechsel bei den Grünen (Pressemitteilung)

Die Grünen in Lütjenburg stellen sich personell neu auf. Yildiz Schulz wird die Grünen im Wirtschaftsausschuss der Stadt vertreten, der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John bringt sich zukünftig im Konversionsausschuss ein. Zuvor  war Renate Wertz in beide Gremien entsandt.

„Wir werden mit dem neuen Personaltableau noch mehr Grün in die Stadt bringen“, kündigt der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John an. Man habe nach einem Vierteljahr als Neulinge in der Stadtvertretung eine erste Bilanz gezogen und sich entschieden, personell nachzujustieren. „Ein neuer Stil ist mit uns bereits in die Stadtvertretung eingezogen, nun geht es um die Umsetzung unserer inhaltlichen Ziele“, so der Grünen-Vorsitzende. Dabei wollen sich die Grünen in den anstehenden Haushaltsberatungen vor allem für ein verstärktes städtisches Engagement im Sozialbereich einsetzen.

Auch im Ortsverband der Umwelt-Partei gibt es nach dem Rücktritt von Aristide Hamann Veränderungen. In einer öffentlichen Sitzung am 14. November um 19 Uhr wollen die Grünen eine neue Spitze wählen. Die bisherige Sprecherin Andrea Danker-Isemer freut sich auf viele Gäste und eine neue Belebung der grünen Ortsgruppe: „Nach zwei Wahlkämpfen in Folge wollen wir jetzt nach vorne schauen, wieder mehr über den Tellerrand blicken und uns auf die Kernanliegen grüner Politik besinnen.“ Der Ortsverband solle so ein Ideengeber für die Fraktion sein, um globales Denken und lokales Handeln zu verbinden.

Angedacht sind sowohl eine offene Diskussionsveranstaltung zur Frauenquote wie auch Aktionsformate zu gesunder Ernährung mit Produkten aus der Region.

Barrierefreiheit: Grüne wollen Leitsystem und gehwagengerechtes Marktpflaster (Pressemitteilung)

Die Grünen setzen sich dafür ein, dass Sehbehinderte bei der Umgestaltung des Gildenplatzes mehr Berücksichtigung finden. Mit Hilfe eines „Taktilen Leitsystems“, per Stock ertastbaren Rillen oder Noppen in der Gehwegoberfläche als Orientierungshilfe, sollen am ZOB weitere Barrieren abgebaut werden. In einem Brief an den Bürgermeister und den Vorsitzenden des Bauausschusses bitten die Grünen darum, die Planungen am Gildenplatz noch einmal entsprechend zu überprüfen und möglichst anzupassen. Der Kreis Plön habe im Entwurf des Regionalen Nahverkehrsplan zu Recht das Fehlen eines solchen Systems kritisiert.

Die Grünen verweisen auf den demografischen Wandel. „Wir werden immer älter, damit steigt auch der Anteil Sehbehinderter in unserer Gesellschaft“, so Andrea Danker-Isemer. Nach Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung würde sich der Anteil der über 80-Jährigen bis 2030 in Lütjenburg um fast 50% erhöhen. Gleichzeitig argumentiert sie, dass der ZOB als zentraler Anlaufpunkt öffentlicher Nahverkehrsmittel eine Visitenkarte Lütjenburgs sei: „Eine Touristenstadt wie Lütjenburg sollte ein deutliches Willkommenssignal auch an Menschen mit Handicap senden!“

Die Einschränkungen für Menschen mit Gehwagen durch die Oberflächenstruktur hält die Grüne für vertretbar, es ginge schließlich nur um punktuelle Leitmarkierungen. Viel eher müsse man die Situation auf dem Markt noch einmal kritisch prüfen. „So schön unser Marktpflaster ist, für gehbehinderte Menschen ist die Überquerung des Marktes eine Zumutung. Da sollten wir nach einer Kompromisslösung suchen.“

In Ihrem Brief forderte sie dazu auf, das Thema in einer kommenden Sitzung des Bau- und Umweltausschusses auf die Tagesordnung zu setzen. 

Bürgerbeteiligung: Grüne lösen Versprechen ein (Presseerklärung)

Die Grünen möchten einen Bürgerrat zur Begleitung des weiteren Konversionsprozesses und zur Koordination der Bürgerbeteiligung gründen. In dem zwölfköpfigen Rat sollen engagierte Bürgerinnen und Bürger aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen Ideen entwickeln und Kontakte knüpfen, um Lütjenburg zukunftsfähig weiterzuentwickeln.

„Wir machen Ernst mit unserem Versprechen, für mehr Bürgerbeteiligung zu sorgen“, stellt Renate Wertz als Mitglied im Standort-Ausschuss fest. „Der ganze Konversionsprozess muss von der Bürgerschaft mitgestaltet werden, die Menschen sollen sich nicht nur in Detailfragen beteiligen können.“

Für die Grünen ist klar, dass die Arbeit des Rates nicht am Kasernentor endet. „Wir brauchen endlich ein Leitbild für Lütjenburg, eine Strategie, wo wir als Stadt 2030 stehen wollen“, erläutert der Fraktionsvorsitzende Joscha J. John das Konzept. Eine solche Strategie müsse man unter Beteiligung möglichst breiter Schichten der Gesellschaft erstellen, damit sie umgesetzt werden kann. Das könne der bisher zuständige Standortausschuss als parteipolitisch besetztes Gremium nicht leisten. Gleichzeitig sei klar, dass die Letztentscheidung in wichtigen Fragen bei der Stadtvertretung bleiben werde.

Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Bewerbungsverfahren für an der Mitarbeit interessierte Menschen zu konzipieren. Formal gegründet werden soll der Rat in einer der nächsten Sitzungen der Stadtvertretung. Die Grünen hoffen, dass man sich mit SPD und CDU einvernehmlich auf die Besetzung des Rates einigen kann.