Bildung + Jugend - in der Region, für die Zukunft

Mit einer Grundschule, einer Regionalschule, einem Gymnasium und sogar einer Förderschule vor Ort hat Lütjenburg ein im Verhältnis zur Größe der Stadt durchaus beeindruckendes Angebot an Bildungswegen. Vergessen werden dürfen auch nicht die sechs Kindergärten, die im frühen Alter die Basis für eine erfolgreiche Bildungskarriere legen - und schon bei den Kleinsten in unserer Gesellschaft Persönlichkeit fördern.

In den kommenden Jahren kommt es darauf an, diese Institutionen zu halten, diejenigen, die in Trägerschaft der Stadt sind finanziell zu stärken und mit Investitionen in Gebäude, Gelände und vor allem in die Lehr- und Lernmittel optimal auszustatten, und die Arbeit der anderen noch besser zu koordinieren und in das Bildungs- und Sozialkonzept der Stadt einzubeziehen. Gute Ideen dürfen nicht an formalen Zuständigkeiten scheitern!

Im Bereich der Jugendarbeit gibt es ganz deutlichen Verbesserungsbedarf: Wir glauben, dass es mehr als eine halbe Stelle für die Stadtjugendpflege braucht. Das JugendAktionsZentrum muss mit seiner guten Arbeit noch viel mehr mit den weiterführenden Schulen zusammenarbeiten. Es kann nicht im Interesse der Stadt liegen, wenn die Mensa des Schulzentrums und das zugehörige AG-Angebot dem JAZ Konkurrenz machen, die beiden Angebote sollten sich nicht gegenseitig das Wasser abgraben, sondern sich befruchten. Auch die Freizeitangebote des SOS Kinderdorf sowie die Angebote der Sportvereine und der Kirchen sollten noch mehr integriert werden, damit es nicht bloß ein Nebeneinander, sondern ein echtes Miteinander der Institutionen gibt. 


Und es braucht eine grundlegende Neuordnung der städtischen Jugendbeteiligung: Der Stadtjugendring ist in seiner jetzigen Form nicht mehr als ein Feigenblatt, so funktioniert Jugendbeteiligung nicht! Für den Erhalt unserer Demokratie brauchen wir Leute, die mitmischen - und das bereits früh im Leben lernen. Mitmischen aber setzt voraus, dass es Perspektiven gibt, sich einzubringen. Wir fordern daher, dass sich alle politischen Akteure der Stadt gemeinsam im Sinne der Demokratieförderung um eine Reform des Stadtjugendrings bemühen - oder um eine Alternative.